Staatsanwalt von Los Angeles gegen die Freilassung der Menendez-Brüder
Quelle: VIDEOELEPHANT (Glomex)
Der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles, Nathan Hochman, spricht sich gegen die Freilassung der Menendez-Brüder aus, da er ihre Behauptung der Selbstverteidigung bei der Ermordung ihrer Eltern im Jahr 1989 als „erfunden“ abtut. Hochman hat beim Gericht beantragt, einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zurückzuziehen, der von seinem Vorgänger George Gascón gestellt worden war, der sich für eine reduzierte Strafe eingesetzt hatte, so dass die Brüder für eine Bewährung in Frage kommen. Obwohl die Anhörung zur Wiederaufnahme des Verfahrens für den 20. März angesetzt ist, könnte Hochmans Einspruch die Chancen der Brüder auf eine Freilassung gefährden. Die Menendez-Brüder, die eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung verbüßen, behaupten, sie hätten ihre Eltern, Jose und Kitty Menendez, nach jahrelangem körperlichen und sexuellen Missbrauch aus Angst getötet. Hochman besteht jedoch darauf, dass die Morde vorsätzlich begangen wurden und dass die Brüder die Verantwortung nicht vollständig übernommen haben. Familienmitglieder, mit Ausnahme ihres verstorbenen Onkels, der sich lange gegen ihre Freilassung gewehrt hat, haben sie öffentlich unterstützt. Eine von der Familie angeführte Koalition hat Hochman politische Voreingenommenheit, das Ignorieren von Missbrauchsvorwürfen und das Aussenden einer schädlichen Botschaft an männliche Überlebende von Missbrauch vorgeworfen. Hochman verteidigte seine Entscheidung, indem er erklärte, er habe Tausende von Seiten an Prozessakten geprüft und mit Strafverfolgungsbehörden, Staatsanwälten und Familienmitgliedern gesprochen, bevor er zu seinem Schluss kam. Trotz Hochmans Widerspruch prüft Gouverneur Gavin Newsom immer noch ein Gnadengesuch, das zur Freilassung der Brüder führen könnte. Newsom hat kürzlich eine Risikobewertung angeordnet, um festzustellen, ob Erik und Lyle Menendez eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Die Ergebnisse werden innerhalb von 90 Tagen erwartet. Die endgültige Entscheidung über ihr Schicksal liegt nun bei den Gerichten und dem Gouverneur.